WGC 2018 – 18m/DoSi/Open – Hosin (CZ)

Die Weltmeisterschaft fand vom 29.07.-11.-08. in Hosin bei Budweis statt. www.wgc2018.cz

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Das Fluggebiet umfasste ungefähr den Bayerschen Wald, das Flachland südlich von Prag bis die Hügelkette nödrlich von Brünn. Für drei Sachen wird die Weltmeisterschaft auch in Zukunft besonders in Erinnerung bleiben.

  1. Wir hatten unglaublich gutes Wetter während fast 3 Wochen. (Durchschnittliche Vorfluggeschwindigkeit lag bei 180km/h, das Steigen bei 2.4m/s Steigen – über alle Tage!). Oft gab es Schauer, Abschattungen, teilweise Gewitter aber nur ein Tag war ganz blau.
  2. Die Organisation war super. Obwohl der Standort kurzfristig 80km verschoben wurde, hatte man davon nichts gemerkt. Die Jungs/Girls, welche den Wettbewerb gestaltet haben waren Durchschnittlich 17 Jahre alt! Tomas Rentla hatte eine super Crew.
  3. Ein markanter Generationswechsel hat in der 18m-Klasse stattgefunden. Alle haben gespannt auf das Duell des Ventus 3 zum JS 3 gewartet und wurden nicht entäuscht, da genau das Flugwetter geherrscht hat, für welches die Flugzeug gebaut waren.
    Klar, wenn es etwas langsamer wird kann man mit der Generation ASG-29, JS1 noch ordentlich vorne mithalten … aber auf Stufe WM bei guten Wetter – äusserst schwierig!

Bei uns vier SGKA-Teilnehmer hat natürlich jeder seine eigene Geschichte erlebt. So richtig Erfolgreich war leider keiner…
Bei mir CH (und F) war es so, dass wir bereits nach den Trainingstagen ziemlich ernüchtert waren. Wir wussten, solange das Wetter so gut bleibt, sind wir mit JS1 & ASG29 chancenlos in diesem Feld. Dazu kam, dass ich wohl noch Ferien benötigt hätte. Nachdem sich die erste Euphorie nach dem Wettkampfbeginn gelegt hatte, kam so ein bisschen der Mentale einbruch. Keine Chance und auch keine in Sicht… Die Fehler wurden häufiger, ab und zu vieliecht doch auch noch etwas Pech oben drauf (Abschattungen, Regen…).
Gegen Ende haben wir etwas gelernt, wie man mit dem Pulk der neusten Flieger noch am ehsten mitfliegen kann… so hats sich gezeigt, sobald man entlang von Energielinien fliegen konnte, war es für uns auch einfacher auch über grosse Distanzen recht gut dran zu bleiben. Aber bei schnellen (>190km/h) Thermik zu Thermik Abgleitstrecken verloren wir pro Aufwind (25km Abstand) so ca. 70 Höhenmeter.
Das Wetter hat uns am Schluss etwas geholfen, aber umsetzen in gute Resultate haben wir es aber nicht richtig können. So hätten wir in den letzten 3 Tage z.B. die realistische Chance gehabt, bis jeweils kurz vor dem Endanflug, unter die ersten 5 zu Fliegen. Mir gelang es immerhin einmal, Rolf am langsamsten Tag auch schon. Das schöne war, dass wir gut und oft im Team fliegen konnten. Mit einer Ausnahme sind uns keine ganz grossen Fehler passiert, so sind wir am Ende des Wettkampfs denn auch solide im Mittelfeld platziert – nicht mehr, nicht weniger!

Für diejenigen, welche es interessiert, wer wieviel Zeit und warum liegen gelassen hat:

Fluganalyse aller Klassen und jedem Tag: www.igcspy.com

Hier noch die erflogenen Daten im Vergleich aller Flugzeuge über alle Tage:

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